Geräte, Materialien, Hilfsmittel

 Hier hab ich mal Bilder von all unserem Gedöns gemacht. Ich versuche, kurz zu erklären, was wofür gebraucht wird...

Das ist unser Kompressor. Der "zieht" sich Sauerstoff und komprimiert ihn.

 Unsere mobile Absauge. Wie ein kleiner Staubsauger kann ich damit Sekret aus der Kanüle am Hals absaugen. (Marie-Ann gibt mir oft Bescheid, wenn sie nicht alleine schafft, das Sekret abzuhusten, dann saug ich sie ab, damit sie wieder Luft bekommt)

Unsere Elisée, Marie-Anns Beatmung. Diese schließen wir nur an, wenn sie schläft. Zur Zeit atmet Marie-Ann damit selbstständig, aber die Maschine gibt nochmal nen Impuls hinterher, wenn sie einatmet, damit die Lunge richtig belüftet wird. Wenn der Schlauch der Beatmung von der Kanüle am Hals abgeht (was nachts immer mal wieder passiert), dann gibt die Maschine gleich Alarm und fängt nach ca 30 Sek ohne Atemzug von Marie-Ann selber an, sie richtig zu beatmen.

Unser Monitor. Er läuft auch mit Akku, wir können ihn also mobil nutzen. Er zeigt ihren Herzschlag und, was am wichtigsten für uns ist, ihre Sauerstoffsättigung im Blut an. Diese sollte über 90 liegen, sonst müssen wir Marie-Ann Sauerstoff geben. Das ist meist im Schlaf oder bei einem Infekt nötig.

Das ist ein Cuffdruckmesser. Marie-Ann hat noch eine "geblockte" Kanüle, das sieht man auch sehr gut auf dem Kanülenbild ganz oben auf dieser Seite. Am Ende der Kanüle ist ein kleiner Ballon, der mit diesem Gerät aufgepustet werden kann. So kann kein Sekret in die Lunge geraten. Der Ballon sitzt in der Verzweigung zwischen den beiden Lungenflügeln. Zum Trinkenüben "entblocken" wir, also wir lassen die Luft aus dem Ballon.

Stomapads legt man unter die Kanüle, zum Schutz des Halses. Es gibt sie in versch. Größen und Materialien. Unsere sind recht klein und der Schlitz ist wie gepuzzlet, daher halten sie recht gut.

Stomaclean sind Feuchttücher zum Reinigen um das Loch/die Kanüle herum.

Unser Ambu-Beutel kommt hoffentlich nie zum Einsatz! Damit kann ich im Notfall Marie-Ann per Hand beatmen.

Unser Pariboy zum Inhalieren. 2-3x tgl inhaliert Marie-Ann mit Kochsalzlösung, damit das Sekret schön flüssig bleibt und sich gut abhusten läßt.

Die Absaugkatheder gibt es in verschiedenen Größen zum Einmalgebrauch. Sie werden mit dem Schlauch an der Absauge verbunden und zum Absaugen in die Kanüle eingeführt.

Auch die "feuchten Nasen" gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Sie haben die gleiche Aufgabe wie unsere Nase: Die Atemluft feucht zu halten. Man setzt sie auf das Ende der Kanüle, das macht Marie-Ann oft selber, und wechselt sie nach Bedarf. Das ist bei uns sehr häufig, da Marie-Ann so viel Sekret hineinhustet, daß sie regelrrecht überlaufen.

 

Das ist die Mappe von unserem Pflegedienst. Dort dokumentieren die Schwestern, wie es Marie-Ann geht und welche Pflegemaßnahmen sie durchgeführt haben.

Das ist nochmal alles Mögliche an Zeugs, was wir zum Versorgen der Peg-Einstichstelle (die Magensonde am Bauch) oder den Hals verwenden.

Dieses ist eine unserer Sauerstoffflaschen für unterwegs. Falls Marie-Ann mal unterwegs Sättigungsabfälle bekommen sollte, kann ich ihr hierüber Sauerstoff geben. Davon hab ich noch eine größere Flasche. Diese kommen aber so gut wie nie zum Einsatz.

Diese 50ml-Spritzen benutzen wir, um Wasser oder Sondenkost zu sondieren. Auch das kann Marie-Ann schon selber! So bekommt sie nach und nach über den Schlauch ihre Nahrung und ihr Trinken.

Und das ist ihre "Astronautennahrung", da bekommt sie alles, was sie braucht!

 Das ist eine Trachealkanüle. Auch davon gibt es zig verschiedene! Marie-Ann trägt z Zt eine mit Cuff von Rüsch, Größe 5. Einmal in der Woche wird die Kanüle komplett aus dem Hals genommen und Marie-Ann bekommt eine neue hinein. Obwohl das sehr unangenehm ist, macht Marie-Ann das super mit!

Dieses ist unsere Testlunge. Damit kann man die Beatmung einstellen, ohne sie direkt ans Kind anzuschließen. Man schließt stattdessen diese Testlunge an und läßt sie darüber laufen.

Das sind die Haltebändchen. Mit diesen Klettverschlußbändchen sichern wir die Kanüle nochmal an Marie-Anns Hals.

Das ist meine mal nur halbvolle Schublade mit Kartons zum "Nachladen".. Fechte Nasen, Schläuche, usw... Mindestens einmal im Monat bestell ich neue Materialien.

Hier sind noch mehr Nachfüllsachen: Filter für die Beatmung, "Gänsegurgeln" (Schlauchverbinder für die Beatmung) usw..

Diese Flasche schließ ich an den Kompressor an. Daran kommt dieser grüne Schlauch, den man auf eine feuchte Nase stecken kann. So kann ich Marie-Ann Sauerstoff geben, ohne die Beatmung gleichzeitig anzuschließen. In die Flasche kommt abgekochtes Wasser, was dann "blubbert", wenn ich den Kompressor einschalte.

Unser Rucksack für unterwegs: Nicht schön, aber praktisch! Da kommt die mobile Absauge rein, feuchte Nasen, Absaugkatheter, eine neue Kanüle plus allem, was man für einen Notfallwechsel bräuchte, Nahrung und Wasser zum sondieren, eine 50ml-Spritze, die Arztbriefe und was wir sonst noch brauchen. Außerdem nehmen wir für längere Strecken immer eine Sauerstoffflasche und den Monitor mit.

Ich hoffe, Ihr konntet einen kleinen Eindruck gewinnen, wie Marie-Ann versorgt wird!

26.8.09 09:30

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