So geht es Marie-Ann heute...

Lange lange habe ich hier nicht mehr geschrieben und hatte auch nicht vor, das wieder zu tun.
Aber da Marie-Ann leider noch immer Probleme hat nach ihrer Tumor-OP, berichte ich doch.. Vielleicht findet sich jmd, der ähnliches kennt. Die Ärzte sind nämlich allesamt überfragt und vermuten nur..

Erstmal das Positive:
Marie-Ann ist jetzt 10 und es geht ihr insgesamt sehr gut! Der Tumor ist nie mehr nachgewachsen und wir gehen alle fest davon aus, dass das so bleibt! Ihr jährliches MRT schafft sie mittlerweile in wachem Zustand, nur das Spritzen des Kontrastmittels ist jedes Mal ein Drama (beim letzten Mal brauchte der Arzt sieben Anläufe.. Da hatte selbst meine tapfere Tochter keine Lust mehr.. )
Marie-Ann kommt in der Schule gut zurecht, hat liebe Freunde gefunden, sie fährt gern Fahrrad, spielt mit ihren Geschwistern, malt gerne und spielt immer besser Querflöte!
Herumalbern kann se auch noch genauso gut wie immer und sie wird riesig (sie hat mich fast eingeholt), ist ein bißchen frühreif (Pubertät lässt grüßen) und wird immer hübscher!
Sie ist SO ein tolles, kluges, hilfsbereites und liebes Mädchen, ich bin so froh, dass ich sie hab!

Interessant für uns war festzustellen, dass sie genau wie ich und ihr größerer Bruder, hochsensibel ist. So kann ich noch besser auf sie eingehen und ihr den Ruheraum geben, den sie braucht. Seitdem wirkt sie ausgeglichener und zufriedener.

Zu ihrer Gesundheit:
Marie-Anns Schluckstörung scheint völlig behoben, aber sie hat einen Reflux.. Aufgefallen ist mir das, weil sie oft nur aufrecht schlafen wollte, dann unglaublich schmerzhafte Rückenprobleme bekam (arme Maus). Wir waren vor kurzem zur Kur, da wurde ihr aber gut geholfen und wir haben tolle Tipps für die Rückenmuskulatur bekommen, haben Lagerungskissen besorgt usw..
Die Refluxuntersuchung ist nun schon eine ganze Zeit her, die hat Marie-Ann leider psychisch ziemlich an den Rand gebracht.. (Schlauch durch die Nase.. Das hat sie wohl zu sehr an früher erinnert.. arme Maus)
Zeitgleich haben wir mal in ihren Magen schauen lassen, sie hat immer wieder mit einer Gastritis zutun (Marie-Ann hat zuhause immer wieder Blut erbrochen, weshalb wir jedesmal notfallmäßig in die Klinik gedüst sind.. Meine Nerven!)..
Sie bekommt hochdosiert Magenschoner, die helfen ihr gut und sie kann wieder liegend schlafen.

Tja.. Aber leider bekommen wir ihre "Ausfälle" nicht in den Griff.
Ich weiß grad gar nicht, wieviel ich hier davon berichtet habe. Marie-Ann hat seit ihrer OP 2009 immer wieder Ausfälle. In den ersten Jahren schlich sich das ein, wurde dann extrem (alle 10 Min brechen, das über 1,5 Tage.. danach 7-10 Tage fast aphatisches Daliegen)..
Ich hab mich viel informiert, mit anderen Eltern ausgetauscht und war mir recht sicher, dass es das acetonämische Erbrechen sein muss. Nach JAHREN wurde mir das dann endlich auch aus ärztlicher SIcht anhand von Kontrollen mit Urinsticks bestätigt. Vorher sprachen sie von migräneartigem Erbrechen, was ich aber nicht glauben wollte.
Dafür passte zuviel mit dem ac.Erbrechen zusammen, was sich aber normalerweise im Grundschulalter verliert.

Nicht so bei Marie-Ann. Das Brechen pendelte sich bei allen 6-8 Wochen ein. MIt viel Glück kam es seltener, mit weniger Glück öfter. Ich bemerkte, dass sie oft anfing zu brechen, nachdem sie große Emotionen hatte (Vorfreude, Bammel vor irgendwas usw)..
Also haben wir versucht, dass sie sich mehr entspannt.. Progressive Muskelentspannung, Massagen usw.. Hat nichts geholfen.
Das Brechen wurde über die Monate/Jahre immer weniger..
Dann lief es so, dass Ann nur noch 1-3 Mal erbrach (wenn blutig, dann Klinik) und danach trotzdem 7-10 Tage dalag und nur schlafen konnte.
Sie aß dann gaaanz wenig (und nur weiches), hat in dieser Zeit unglaublich viel geschleimt (was aber mit den Magenschonern besser geworden ist ) und hat jeden Tag fast komplett verschlafen. Danach sprang sie auf und war fit, als wär nie was gewesen.. und hatte vor allem HUNGER!

Marie-Ann hat durch ihr Brechen im letzten Jahr so gut wie alles an schönen Ereignissen verpasst. Sie wurde wenige Tage vorher krank. Immer. Ostern ,Weihnachten, andere Feierlichkeiten, Ann lag krank im Bett. Ein großer Segen war, dass sie ihren Geburtstag dieses Jahr mitmachen konnte! Aber da sie während unseres Kuraufenthaltes Geburtstag hatte und wir nachgefeiert haben, lag sie natürlich am Tag der Nachfeier krank im Bett *seufz* (Ein Glück haben wir gelernt, flexibel zu bleiben)

Sie tut mir SO leid!
Marie-Ann rutscht wie gesagt sehr in die Pubertät, die Tage sind wohl nicht mehr weit.. Und mittlerweile fällt sie seit wenigen Monaten alle 4 Wochen aus. Teilweise öfter.
Sie fehlt dann jedesmal ne ganze Woche in der Schule, ist in dieser Zeit auch nicht fähig, irgendwas zu bearbeiten an Aufgaben.. Das ist echt ein Problem, wo die Lehrerin aber super mit uns zusammenarbeitet und wir grad prüfen, in welcher Form wir uns da noch Hilfe von außen holen (Nachhilfe etc)..

Nur dieses Leiden Wenn Marie-Ann merkt, dass sie krank wird, dann wird sie richtig wütend und so verzweifelt. Sie weint dann, schlägt sich selber, ruft: "Nein! Nein! Ich will nciht!" und wenn ich sage, dass wir das zusammen schaffen, dann schüttelt sie den Kopf und haut um sich. Meine arme arme Maus
Mir bricht es das Herz, sie so zu sehen.. Aber wir geben nicht auf!

Als sie vor Kurzem 3x hintereinander in 2 Monaten ihr Brechen bekam, hab ich sie mri geschnappt und bin mit ihr ins Krankenhaus und hab gesagt: "Ich geh hier nicht weg, ehe sie was tun! Das geht so nicht mehr!" Also Tropf und EEG, MRT dann ne Woche später.
Die Gastrologin meinte, dass bei der letzten Untersuchung im Magen alles ok wär.. Sie würde Ann ungern unnötig quälen..
Also haben wir nun so ein Hammermedikament bekommen, dass nimmt sie ein, sobald sie merkt, dass es wieder losgeht, das unterdrückt das Brechen (Bekommen Chemotherapiepatienten)..
Das hat auch tatsächlich geholfen, denn sie hat bei der letzten Phase (eine Woche her) Bauchweh in der Schule bekommen, ich bin rübergeeilt samt Tablette und hab ihr die noch vor Ort gegeben. Sie hat nicht einmal gebrochen, lag aber trotzdem die ganze Woche wie ausgeschaltet da!
Mist.

Außerdem meinte die Gastrologin, dass Marie-Ann jetzt einen Zyklus bekommt und es sein kann, dass diese Form von hormoneller Aufregung für sie schon zuviel ist und sie deshalb jetzt in einem Rhythmus von vier Wochen ausfällt.
Aber das ist doch so kein Zustand!!!
Wir können ihr halt nur versuchen zu helfen... Es gibt noch Medikamente gegen epileptische Anfälle, aber die Nebenwirkungsliste ist SO hoch.. Und andere Muttis mit Kindern, die das ac. Erbrechen haben (was es ja jetzt irgendiwe nicht mehr ist?) meinen, dass das überhaupt nicht hilft.
Ann ist doch kein Versuchskaninchen!
Ich will, dass ihr GEHOLFEN wird!

Wir sind regelmäßig bei der Psychologin. Diese vermutet, dass Marie-Ann traumatisiert ist. Ich hab hier in diesem Blog viele schlimme Ereignisse aus ihrer Klinikzeit gar nicht geschrieben. Sie wurde mehrfach reanimiert, war ans Bett festgebunden, wenn sie vor Medikamententzugserscheinungen um sich schlug, ist mehrfach fast erstickt (tonlos hat sie geschrien, ganz blau im Gesicht, bis sie die Augen verdreht hat) und alle haben sie nur festgehalten und  viel zu langsam reagiert.
Wir haben da echt Horrorstorys durch, vor allem Marie-Ann
Und die Therapeutin meinte, dass Marie-Anns Gehirn sich an diese emotionale Aufgeregtheit erinnert und dass Ann nichts tun konnte, um dem zu entrinnen. Außer halt auf "Aus" stellen. Und darum stellt es sich immer aus, sobald sie jetzt irgendwie emotional zu aufgeregt ist.

Ich muss dazu sagen:
Ann ist in i hrem normalen Alltag relativ gefühlsneutral und "cool", sie schützt sich wirklich sehr vor übermäßigen Emotionen.. Aber lacht natürlich schon und weint auch mal. Aber sie ist stets darauf bedacht, sich im Griff zu haben, lässt nur bedingt Nähe zu usw..
Aber was ist das so für ein Leben..

Also Traumatherapie. WIr suchen immer noch eine Therapeutin.
Das ist echt schwierig.. und kann halt auch noch Zeit kosten. Ob es DAS ist, wissen wir nicht. Ich hab große Sorge, Marie-Ann mit ihrer Krankheitsgeschichte zu konfrontieren, sie will nicht darüber sprechen und das akzeptier ich. Vll haben wir den Zeitpunkt verpasst, wo das kindlich aufgearbeitet werden kann. Sie ist schon sooo reif, ihr fehlt manchmal echt diese kindliche Leichtigkeit.
Aber wir geben wie gesagt nicht auf!
Irgendwann wird es besser, ganz ganz ganz bestimmt!
Und wenn es eine Lösung gibt oder wir genau wissen, was mit Marie-Ann los ist, schreib ich hier, versprochen!

Ah ach so:
Wir haben demnächst noch nen Termin bei der Kinderonkologie in Essen. Vll haben die noch eine Idee..
Als ich dort anrief und die Lage schilderte, wurde mir aber gesagt: "Sowas haben wir ja noch nie gehört.. Das ist aber außergewöhnlich" *seufz*
Trotzdem: Wir fahren hin und werden einfach ganz dolle nerven, damit einfach jmd mal was tut!
Und ansonsten haben wir ja ein Glück noch unseren großen Gott, der uns durch all den Schiet durchträgt und da auch noch seine Hand drüber hält.



Großes Mädchen:


1 Kommentar 21.3.15 09:00, kommentieren

Liest noch einer?


 Hallo Ihr Lieben!

 Ich weiß gar nicht, ob hier überhaupt noch einer liest.. Mein Blog ist ja schon ewig stillgelegt und nur noch eine Erinnerung..

Irgendwann wollte ich den mal als ein Buch drucken lassen,a ber irgendwie bekomm ich das nie hin..

Ich möchte nur kurz über die vergangene Zeit berichten:

Marie-Ann geht es supergut!

Sie geht in ein paar Wochen schon in die zweite Klasse der normalen Grundschule und macht da supertoll mit! Auch wenn sie im letzten Jahr viele Fehlstunden wegen ihrem Brechen hatte (das ist leider immer noch nicht besser), hat sie alles super aufholen können. Im Zeugnis stand sogar, daß sie sich aktiv am Unterricht beteiligt! Unsere Marie-Ann! *freu*

 Überhaupt ist sie kaum wiederzuerkennen:

SIe geht alleine einkaufen, rennt laut lachend draußen herum, ruft von sich aus Freunde an und ist so lebensfroh und wie befreit, daß es mir oft den Atem verschlägt ,sie so "frei" zu sehen...

Unglaublich. Von selektivem Mutismus merkt man so gut wie gar nichts mehr. Der Tumor ist bisher nicht weitergewachsen und so müssen wir nur noch alle neun Monate zum MRT. Das ist so toll!

Marie-Ann ist außerdem im April nochmal große Schwester geworden. Sie kümmert sich rührend um die kleine Giulia :-)

Einfach ist es immer noch nicht.. Aber wenn ich mir Marie-Ann anschaue, dann weiß ich, daß sich jede Mühe so so sehr lohnt.. und wir sind alle voller Zuversicht, daß wir den ganzen Krankheitsmist irgendwann komplett hinter uns lassen können!

SIe ist SO ein tolles Mädchen! (Genau wie ihre Geschwister, die alle auch ganz ganz große klasse sind und supergut hier mitmachen)

Ich lieb sie unendlich!

Und ich werd schauen, daß ich hier zumindest mal so alle paar Monate update, wie es uns ergangen ist.. 

Manchmal schau ich hier zurück, les, was in den letzten Jahren passiert ist.. Es ist und bleibt einfach ein WUnder! Und ich bin so dankbar, daß die schlimme Zeit hinter uns liegt und wir positiv und optimistisch nach vorne schauen können :-)

Ganz viele Grüße, falls überhaupt noch einer reinschaut :-)

Maria und ihre Rasselbande...

 

5 Kommentare 21.7.12 22:41, kommentieren

Wichtig!

Hallo!

Da ich hier leider immer wieder Probleme habe und auch das Bilder einfügen langsam zur unendlichen Geduldsprobe wird (ich hab wohl einfach zu viele Fotos hier), schreibe ich nun hier weiter:

http://mariasrasselbande.blog.de/

Dieser Blog bleibt aber erstmal noch bestehen (zumindest bis ich Marie-Anns Geschichte in ein Fotobuch kopiert habe, das dauert aber wohl noch)..

Ich hoffe sehr, Ihr schaut auf der anderen Seite trotzdem mal vorbei, auch wenn sie noch nicht ganz fertig ist! Für hier sag ich erstmal "Tschüß"!

Eure Maria

1 Kommentar 14.1.11 09:49, kommentieren

Frohes neues Jahr!

Leider nur in Kürze..

Ich komm auch nicht dazu, jetzt lang von Weihnachten zu berichten, da es nur eine kurze Zwischenmeldung aus unserem Krankenlager gibt..

Doch zuallererst wünsche ich Euch ein frohes und glückliches und vor allem auch gesundes neues Jahr! Unser letztes Jahr war ja ein sehr gutes, darum freuen wir uns, wenn es genauso weiterläuft!

Weihnachten war schön, wir hatten viel Besuch (liebe Freunde und die Familie), die Kinder haben abgesahnt und wir hatten eine gute Zeit. Fotos folgen (ich hab aber leider eh nur wenige).. Niklas hatte leider an Weihnachten Fieber, aber kurz danach war er wieder fit und konnte mit seinem Freund und dessen Familie ein paar Tage Spontanurlaub im CenterParcs in Holland machen

Leider ging dann die Grippewelle erst richtig los und wir "zurückgebliebenen" (*Gg* das ist nicht zweideutig gemeint) lagen dann zu viert auf dem Sofa mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Körperweh und überhaupt.. Sophie und Noah waren schnell wieder fit, ich werd den Mist gar nicht los und Marie-Ann hat leider daraus ihre Spuckerei entwickelt und es geht ihr schrecklich.

Sie spuckt jetzt zwar nicht mehr, aber sie liegt seit Tagen nur rum und ich hör nicht mehr als "nein" und "Mami".. Meine arme Maus! Zudem fängt sie an, sich selber wehzutun. Man merkt, daß sie keinen Bock mehr hat und es ihr mies geht.. Gestern hatte sie ein großes Büschel Haare in den Händen, das hat sie sich selbst ausgerissen! Und als beim Brechen Blut in der Schüssel war, hab ich erschrocken festgestellt, daß sie sich innen die ganze Wange kaputtgebissen hat. Heute morgen hat Marie-Ann sich mit dem Kopf im Kissen versteckt und "aua aua" geweint.. Ihre Lippe ist doppelt so dick wie normal.. Alles kaputtgebissen..

Ich hoffe sehr, es geht ihr bald besser. Gestern haben wir bloß nen Film geschaut und haben uns dann ins neue Jahr geschlafen. Unsere Party holen wir aber nach! Ein Glück waren die Kids nicht traurig. Und da Sophie gestern auch wieder Fieber bekam *grmpf*, waren sie eh zu nicht viel anderem in der Lage.

Aber es wird schon alles werden. Hauptsache, Marie-Ann tut sich nicht mehr weh und erholt sich schnell und die doofe Grippe läßt uns dann mal in Ruh! Trotzdem dann ein frohes Neujahr!

1.1.11 13:37, kommentieren

...

Wir wünschen Euch allen ein schönes und frohes Weihnachtsfest!

Die Kinder sind schon sehr aufgeregt  Heute habe ich die letzten Besorgungen gemacht, nun muß ich nur noch Ordnung im Chaos schaffen, den Baum schmücken und den Rest Geschenke verpacken. Das müßte aber gut zu schaffen sein, denn die drei Größeren werden heute von ihrem Vater abgeholt (bis morgen früh). Sie waren ja ein Jahr nicht mehr dort und sind voller Vorfreude (ein Glück).

Mistigerweise mußte ich gestern noch zum Arzt, weil seit Tagen ein Finger meiner rechten Hand übelst entzündet ist und ich manchmal ätzende Schmerzen habe. Gar nicht so leicht, das meiste mit links zu machen! Wenn es nächste Woche nicht besser wird, darf ich zum Chirurgen und den Mist aufschnippeln lassen, schiete! Aber es gibt schlimmeres. Das nervt nur bei den Vorbereitungen. Doch beschweren will ich mich auch nicht, denn manche haben es grad echt noch schwerer: So viele sind zur Zeit krank und liegen total flach! Das ist ja noch viel doofer.. Euch gute Besserung!

Dann freu ich mich so, was die Kinder für Augen machen werden, wenn sie ihre Geschenke auspacken, den Baum sehen, die Familie und Freunde zu Besuch sind.. Es wird sicher ein schönes Fest und das wünsch ich allen anderen auch! Nach Weihnachten gibt es dann wieder Bilder  Hohoho!

23.12.10 12:38, kommentieren

Und wieder ist ein MRT geschafft!

Nun haben wir uns durch die Schneemassen gekämpft (meine Güte, was für ein Wetter!) und sind zuhause gelandet. Eigentlich wollte ich Marie-Ann im Kindergarten abgeben (Weihnachtsfeier), aber die haben uns gleich wieder weggeschickt, weil es immer schneestürmischer wurde..

Marie-Ann war sowas von aufgekratzt und gut drauf in der Klinik, echt der Hammer! Ich glaube, sie hat es genossen, daß wir uns nur um sie gekümmert haben  Auch Noah war lieb. Ich hab ihn Mittwoch abgeben, Niklas und Sophie waren gar nicht mit in der Klinik. Danke danke an die Aufpasser! Ohne Euch wäre ich echt aufgeschmissen gewesen!

Dienstag ging recht schnell um.. Eigentlich wie immer: Vorbesprechung mit der Anästhesie, normale Untersuchung, Zugang legen.. Alex hat sich extra herbemüht, um nachts auf Ann zu achten. Das war super! (Aber um halb fünf aufstehen ist nicht mein Ding *gäääähn*) Mittwoch waren wir dann auch schon um acht dran. Die Klinik wollte uns im Ernst mit einem Taxi zur Nachbarklinik fahren lassen! (Das sind fünf Gehminuten *Gg*) Wir sind natürlich gelaufen (ist ja sonst albern) und kamen auch schnell dran. Leider saß Marie-Anns Zugang nicht mehr richtig, so daß sie einen neuen bekommen mußte. Das war doof, aber sie hat das ganz tapfer gemacht! Das MRT an sich dauert ca ne dreiviertel Std.. Danach wurde Marie-Ann allerdings dauernd blau. Doch mit Lageveränderungen und bissel Absaugen und etwas Sauerstoff ging es ihr schnell besser. Und dann hat Marie-Ann erstmal eeewig ausgeschlafen, ehe sie wachwerden wollte *Gg* Dafür war sie dann kaum quakig (wie sonst nach einer Narkose) und wollte sofort zurück zur Kinderklinik und frühstücken! Zurück wurden wir dann aber mit einem Krankentransport gefahren (das findet sie immer toll.. Im Liegen Auto fahren!) und dann gab es sogar schon Mittagessen! Der Nachmittag ging auch flott um..

Heute morgen hab ich der Visite entgegengehibbelt. Die ließen dann erstmal unser Zimmer aus, grmpf.. Stattdessen wurden wir unerwartet zum EEG geschickt (Hirnstrommessung), da hab ich mir total Sorgen gemacht! Später kam dann endlich die Ärztin! Also die Bilder waren wie beim letzten Mal: Die Auffälligkeiten sind immer noch da, aber es ist nichts schlimmer oder größer geworden. Puh! Darum wurde auch noch das EEG gemacht.. Der Befund davon ist aber noch nicht da. Wenn der unerwartet schlecht ausfallen sollte, werde ich angerufen.

Außerdem soll ich ein Protokoll führen, wie es mit Marie-Anns Erbrechen läuft. Im Februar müssen wir zum nächsten MRT kommen, da soll ich dann gleich das Protokoll mitbringen. Marie-Ann soll mit mir progressive Muskelentspannung machen. Wenn es mit dem Erbrechen nicht besser wird, probiert man erst, ob vll Magnesium hilft. Wenn gar nichts fruchtet, dann gibt es Medikamente, die eigentlich bei epileptischen Anfällen gegeben werden, die sollen da auch wirken. Hm.. Aber das möchte ich eigentlich nicht. Mal abwarten.. Die Ärzte haben sich aber (endlich) nochmal besprochen wegen dem Erbrechen und sind wie ich der Meinung, daß es eine postoperative Folge ist (zb durch Narbengewebe, was auf's Brechzentrum drückt).

Ich bin sehr froh, daß alles gut ausgegangen ist, wir die Untersuchung erstmal hinter uns haben und nun in Ruhe Weihnachten, Sylvester und dann Geburtstag feiern können! Vor Februar werde ich mich jedenfalls nicht mehr verrückt machen! (Fotos lad ich morgen hoch, ich hab heute keine Lust mehr)

16.12.10 15:38, kommentieren

Morgen geht's dann in die Klinik

Und ich bin nervöser, als ich will. Aber es wird gut werden, weil es gut werden muß! Und weil ich das einfach erwarte! Jawoll..

Leider grassieren wiedermal diverse Grippen.. Sophie lag am Freitag flach, Marie-Ann ist auch immer mal wieder schlecht, aber heute morgen ging es ein Glück wieder.. Niklas hat die ganze Nacht wegen Kopfweh geweint, ist heute zuhause geblieben und ich möchte am liebsten auch nur ins Bett, ich fühl mich echt krank, örghs.. Aber daaas geht nicht, denn heute muß ich dringend noch zum Kinderarzt, zur Arge, zur Videothek, Einkaufen usw usf.. Also kein guter Zeitpunkt, um im Bett rumzugammeln! Wir können also wiedermal Gebet brauchen.. Das wichtigste ist, daß Marie-Ann fit bleibt, sonst müssen wir das MRT verschieben, was obermistig wäre! (Wir sind ja jetzt schon spät dran) Und dann hoffe ich natürlich, daß die Kids fit sind, weil ich sie nicht krank abgeben will.. Und ich möchte bitte auch gern wieder fit sein, damit das ganze dann auch "fluppt" und nicht nur anstrengend wird.

Marie-Ann ist noch gar nicht nervös und ich pass gut auf, daß ich meine Aufgeregtheit für mich behalte! Sie soll das ruhig ganz locker angehen, das ist ja am besten so!

Marie-Ann macht zur Zeit witzige Sachen mit Niklas: Er spielt Mundharmonika und sie "singt" dazu.. Also sie denkt sich eine Art Sprechgesang aus, Niklas begleitet sie.. Das klingt dann etwa so:

"Wir wollen rausgehen.. Aber es ist kalt. Also müssen wir die Jacke anziehen... Dann gehen wir raus. Und spielen.. Und dann kommt Mama und holt uns rein. Und wir trinken warmen Kakao. Und dann müssen wir ins Bett." Und das sagt sie dann mit ganz ruhiger Stimme, total süß!

Niklas war am Wochenende mit seinem Fußballverein auf der Weihnachtsfeier. Es wurde Minigolf (Indoor) gespielt. Niklas hatte superviel Spaß und war erst um halb zehn zuhause! Ich hab mir schon Sorgen gemacht *lach*, aber es war wohl total super! Es gab sogar für jedes Kind ein Shirt mit Namen.. Da war Niklas stolz wie Bolle! Und Sophie hat mit Micha nochmal Harry Potter geguckt (ich glaube, das würde sie jede Woche machen, wenn sie könnte *Gg* Meine Hermine Granger ).. Und wir anderen waren in Hattingen Stiefel für Annchen kaufen. Schade, daß das Wetter so schlecht war, der Weihnachtsmarkt ist da nämlich ganz süß!

Üüüübrigens: Am Donnerstag haben Niklas und auch Marie-Ann Weihnachtsfeier. Marie-Ann hat einen Auftritt in der Kirche (ich werd aber bei Niklas mitgehen, da der Termin eher stand und ich so selten bei ihm mitgehe.. Alex wird bei Marie-Ann mitgehen).. Marie-Ann hat bei den Proben für das Weihnachtsspiel ins Mikro gesprochen und später sogar gesungen!! Hammer, oder? Im Kindergarten sind auch alle baff, und ich FREU mich einfach! Toll toll toll!

Niklas hat auch einige Dinge, die er vortragen wird. Ich bin ganz gespannt und er freut sich sehr, daß ich bei ihm mitgehe! Hoffentlich packt Marie-Ann das alles.. Ich muß sie direkt von der Klinik zur Feier bringen.. Aber das wird schon.

Da Alex mit Marie-Ann über Nacht in der Klinik bleibt (ich bin tagsüber bei ihr), bin ich abends hier und werde dann hier berichten, wie es gelaufen ist. Ich glaube aber nicht, daß wir vor Donnerstag mehr wissen.. Doch ich meld mich auf jeden Fall kurz, wie die Untersuchung an sich lief, ob alles ok war usw..

Es wird alles gut.. Es wird alles gut.. Es wird alles gut.. (So, das sag ich mir jetzt noch hundertmal vor!) Bis Mittwoch dann!

1 Kommentar 13.12.10 09:19, kommentieren